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Hotelsoftware

Hotelsoftware im Vergleich: Was ein gutes PMS wirklich kann – und was es kostet

Smoobu, Mews & Co. im Check: Welche Hotelsoftware passt zu deinem Betrieb? Preise, Funktionen und echte Praxisbeispiele für inhabergeführte Hotels.

von zimrly12 Min. Lesezeit
Hotelrezeption mit Tablet für PMS-Software im Vergleich

Mittwochmorgen, 7:15 Uhr. Dein Front-Desk-Mitarbeiter starrt auf den Bildschirm: Die Buchung von Zimmer 12 ist doppelt erfasst, die Rechnung für Gast Müller fehlt, und die Reinigungskraft wartet seit 20 Minuten auf die aktualisierte Zimmerliste. Drei Probleme, die alle auf ein System zurückgehen – dein Property Management System (PMS). Doch welches PMS löst solche Alltags-Chaos-Momente? Und warum zahlen manche Hotels 50 € im Monat, während andere 500 € ausgeben?

Die Wahl der richtigen Hotelsoftware entscheidet nicht nur über reibungslose Abläufe, sondern auch über deine Kosten. In diesem Artikel vergleichen wir die wichtigsten Anbieter, klären Preismodelle und zeigen, welche Funktionen für inhabergeführte Hotels im DACH-Raum wirklich zählen – mit echten Zahlen und Beispielen.

Was ein gutes PMS können muss: Die Basics und darüber hinaus

Ein Property Management System ist das digitale Rückgrat deines Hotels. Doch nicht jedes PMS ist gleich. Während große Ketten oft auf All-in-One-Lösungen setzen, brauchen inhabergeführte Hotels vor allem drei Dinge:

  1. Zuverlässige Kernfunktionen: Check-in/out, Zimmerverwaltung, Rechnungsstellung und Housekeeping müssen fehlerfrei laufen – sonst kostet es dich Gäste und Nerven.
  2. Skalierbare Kosten: Ein 8-Zimmer-Haus hat andere Anforderungen als ein 80-Zimmer-Hotel. Die Preise sollten mitwachsen, ohne dich zu überfordern.
  3. Schnittstellen zu anderen Tools: Ob Channel Manager, Zahlungsabwicklung oder Bewertungsmanagement – ein gutes PMS integriert sich nahtlos in deine bestehende Tool-Landschaft.

Laut einer Studie des DEHOGA Bundesverbands nutzen bereits 87 % der Hotels in Deutschland ein PMS, doch nur 42 % sind mit der Integration in andere Systeme zufrieden. Das zeigt: Viele Hotels zahlen für Funktionen, die sie nicht brauchen – oder fehlen ihnen genau die Schnittstellen, die den Alltag erleichtern würden.

Smoobu Preise: Was kostet die Cloud-Lösung wirklich?

Smoobu ist besonders bei kleinen und mittleren Hotels beliebt – vor allem wegen der einfachen Bedienung und der transparenten Preise. Doch wie setzt sich die Rechnung zusammen?

Tarif Zimmer Preis (monatlich) Enthaltene Funktionen
Starter 1–10 29 € Buchungsmanagement, Kalender, Rechnungen
Professional 11–50 59 € + Channel Manager, API, Statistiken
Enterprise 51+ ab 99 € + Multi-Property, individuelle Anpassungen

Beispielrechnung für ein 15-Zimmer-Hotel:

  • Professional-Tarif: 59 €/Monat
  • Channel Manager-Integration (z. B. für Booking.com): +20 €/Monat
  • Zahlungsabwicklung (z. B. Stripe): 1,4 % + 0,25 € pro Transaktion
  • Gesamtkosten: ~80 €/Monat + Transaktionsgebühren

Smoobu wirbt damit, dass keine versteckten Kosten anfallen – doch Vorsicht: Zusatzmodule wie ein Bewertungsmanager oder Kurtaxe-Abrechnung kosten extra. Hier lohnt es sich, genau zu prüfen, welche Funktionen du wirklich brauchst.

Mews Hotelsoftware: Für wen lohnt sich die Premium-Lösung?

Mews ist eine der bekanntesten Cloud-basierten Hotelsoftwares in Europa – und eine der teuersten. Die Zielgruppe? Hotels ab 30 Zimmern, die Wert auf Automatisierung und Datenanalyse legen.

Preismodell von Mews:

  • Grundpreis: Ab 150 €/Monat (für kleine Häuser)
  • Pro Zimmer: +3–5 €/Monat (je nach Funktionsumfang)
  • Zusatzmodule: z. B. Revenue Management (+100 €/Monat) oder Self-Check-in (+50 €/Monat)

Praxis-Beispiel: 50-Zimmer-Hotel in München

  • Grundpreis: 150 €
  • Pro Zimmer (50 × 4 €): 200 €
  • Revenue Management: 100 €
  • Gesamtkosten: 450 €/Monat

Mews überzeugt mit hoher Automatisierung (z. B. dynamische Preissteuerung) und tiefen Integrationen (z. B. zu Salesforce oder Oracle). Doch für ein kleines Hotel mit 10 Zimmern ist die Software oft überdimensioniert – und zu teuer.

Die Kernpunkte des Artikels auf einen Blick.

Hotelsoftware im Vergleich: Die wichtigsten Anbieter auf einen Blick

Nicht jedes PMS passt zu jedem Hotel. Hier ein Überblick der gängigsten Anbieter im DACH-Raum – mit Stärken, Schwächen und typischen Einsatzszenarien:

Anbieter Zielgruppe Preis (ab) Stärken Schwächen
Smoobu 1–50 Zimmer 29 €/Monat Einfache Bedienung, günstig Weniger Automatisierung
Mews 30+ Zimmer 150 €/Monat Hohe Automatisierung, viele Integrationen Teuer für kleine Häuser
Cloudbeds Hostels & kleine Hotels 50 €/Monat Gute Channel-Management-Funktionen Komplexe Preisstruktur
HotelTime Mittelgroße Hotels 100 €/Monat Starke Housekeeping-Tools Weniger Schnittstellen
Protel Große Hotels & Ketten 200 €/Monat Enterprise-Lösungen Hohe Einstiegshürde

Wichtig: Die Preise sind Richtwerte – viele Anbieter verlangen zusätzliche Gebühren für Schulungen, Support oder individuelle Anpassungen. Frage immer nach einem detaillierten Angebot, bevor du dich entscheidest.

Praxis-Beispiel: Wie ein 8-Zimmer-Hotel mit dem richtigen PMS 120 Stunden im Jahr spart

Stell dir vor, du führst ein kleines Hotel in den Alpen mit 8 Zimmern. Bisher erledigst du vieles manuell:

  • Rechnungen: 15 Minuten pro Gast (bei 500 Gästen/Jahr = 125 Stunden)
  • Housekeeping-Listen: 10 Minuten pro Tag (365 Tage = 61 Stunden)
  • Kurtaxe-Abrechnung: 2 Stunden pro Monat (24 Stunden)

Gesamtaufwand pro Jahr: 210 Stunden

Mit einem PMS wie Smoobu oder einer schlanken Lösung wie zimrly (die sich auf bestehende Systeme aufsetzt) könntest du diesen Aufwand auf 90 Stunden reduzieren – eine Ersparnis von 120 Stunden pro Jahr. Bei einem Stundenlohn von 20 € entspricht das 2.400 € Einsparung.

Doch nicht nur die Zeitersparnis zählt: Ein gutes PMS reduziert auch Fehler. Laut einer Studie der IHK kosten manuelle Buchungsfehler Hotels im Schnitt 1,5 % ihres Umsatzes – bei einem Jahresumsatz von 300.000 € sind das 4.500 €.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kernfunktionen: Ein gutes PMS muss Check-in/out, Rechnungen und Housekeeping abdecken – alles andere ist Bonus.
  • Preisvergleich: Smoobu ist günstig für kleine Häuser (ab 29 €/Monat), Mews lohnt sich erst ab 30 Zimmern (ab 150 €/Monat).
  • Schnittstellen: Achte auf Integrationen zu Channel Managern, Zahlungsanbietern und Bewertungsplattformen – sonst zahlst du doppelt.
  • Zeitersparnis: Ein PMS kann dir 100+ Stunden pro Jahr sparen – das entspricht mehreren tausend Euro.
  • Skalierbarkeit: Wähle ein System, das mit deinem Hotel wächst, ohne dich zu überfordern.

Fazit: Die richtige Hotelsoftware ist kein Luxus, sondern eine Investition in effizientere Abläufe und zufriedenere Gäste. Ob du dich für Smoobu, Mews oder eine Alternative entscheidest, hängt von deiner Größe, deinem Budget und deinen Prioritäten ab. Wichtig ist, dass du vor der Entscheidung die Funktionen testest – viele Anbieter bieten kostenlose Demos an.

Falls du unsicher bist, welche Lösung zu dir passt, lohnt sich ein Blick auf Hotel-PMS im Vergleich – dort findest du eine detaillierte Gegenüberstellung der gängigsten Systeme. Und falls du bereits ein PMS nutzt, aber bestimmte Funktionen vermisst (z. B. Kurtaxe-Abrechnung oder WhatsApp-Kommunikation), könntest du mit Zusatzmodulen nachrüsten – ohne das gesamte System wechseln zu müssen.

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