Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für die Nutzung der zimrly-Plattform
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB") gelten für sämtliche Verträge zwischen der Deern & Jung Investment GmbH, Aubachstraße 107, 56567 Neuwied (im Folgenden „zimrly" oder „Anbieter") und Unternehmern i.S.d. § 14 BGB („Kunde") über die Nutzung der unter zimrly bereitgestellten Software-as-a-Service-Plattform.
(2) Die Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer. Verbraucher i.S.d. § 13 BGB sind keine Vertragspartner.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) zimrly stellt dem Kunden eine cloudbasierte Plattform zur Verfügung, die ergänzende Module („Add-Ons") über bestehende Property-Management-Systeme („PMS") des Kunden legt. Module umfassen u.a. Rechnungsautomatisierung, Pricing-Insights, WhatsApp-Kommunikation mit Gästen sowie weitere Add-Ons.
(2) Der konkrete Funktionsumfang des Vertrags richtet sich nach den vom Kunden im Portal aktivierten und gebuchten Modulen sowie der jeweils gültigen Leistungsbeschreibung.
(3) zimrly behält sich das Recht vor, Funktionen einzelner Module weiterzuentwickeln, zu ergänzen oder anzupassen, soweit der Vertragszweck dadurch nicht erheblich beeinträchtigt wird. Wesentliche Änderungen werden dem Kunden rechtzeitig mitgeteilt.
§ 3 Vertragsschluss, Testphase
(1) Mit Registrierung eines Accounts und Bestätigung der Anmeldedaten kommt zwischen zimrly und dem Kunden ein Nutzungsvertrag zustande.
(2) Die Plattform kann über eine kostenfreie Testphase von 14 Tagen ab Account-Erstellung getestet werden. Eine Buchung kostenpflichtiger Module setzt eine aktive Subscription voraus.
(3) Die Buchung kostenpflichtiger Module erfolgt über die Stripe-Hosted-Checkout-Seite. Mit Klick auf „Jetzt zahlungspflichtig bestellen" gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt mit Bestätigung durch zimrly bzw. Aktivierung des gebuchten Moduls im Portal zustande.
§ 4 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung im Portal ausgewiesenen Preise. Sämtliche Preise verstehen sich einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer (Brutto-Preise mit ausgewiesener USt., soweit anwendbar).
(2) Die Abrechnung erfolgt — je nach im Portal vom Kunden gewähltem Abrechnungs-Intervall — monatlich oder jährlich im Voraus über die im Account hinterlegte Zahlungsmethode. Bei jährlicher Vorauszahlung erhält der Kunde den im Portal ausgewiesenen Jahres-Rabatt; die Mindestlaufzeit entspricht in diesem Fall dem bezahlten Jahres-Zeitraum (vgl. § 8). Die Belege werden im Portal bzw. über den Zahlungsdienstleister bereitgestellt.
(3) Bei Zahlungsverzug ist zimrly berechtigt, die Plattformnutzung nach Mahnung einzuschränken (Read-Only-Modus) oder zu sperren. Weitergehende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
(4) zimrly behält sich Preisanpassungen vor; diese werden dem Kunden mindestens 30 Tage im Voraus per E-Mail mitgeteilt. Der Kunde hat in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Wirksamwerden der Preisanpassung.
§ 5 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde ist verpflichtet:
- zutreffende und vollständige Stammdaten (Firmenname, Anschrift, USt-IdNr., Vertretungsberechtigte Person, Rechnungs-E-Mail) bereitzustellen und aktuell zu halten;
- seine Zugangsdaten geheim zu halten und Dritten nicht zugänglich zu machen;
- sicherzustellen, dass er für die Verarbeitung der über die Plattform übermittelten Gäste-Daten datenschutzrechtlich befugt ist (Verantwortlicher i.S.d. DSGVO);
- den AVV vor Verarbeitung personenbezogener Gäste-Daten im Portal anzunehmen oder zu unterzeichnen;
- die Plattform nur im Rahmen ihres bestimmungsgemäßen Gebrauchs zu nutzen.
§ 6 Verfügbarkeit, Wartung
(1) zimrly stellt die Plattform mit einer angestrebten Jahresverfügbarkeit von 99,0 % zur Verfügung. Ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster sowie Ausfälle bei Sub-Auftragsverarbeitern (insb. Supabase, Vercel, Stripe, Brevo, Sentry) oder bei vom Kunden eigenständig angebundenen Drittanbietern (z. B. 360dialog für WhatsApp, 3rpms oder apaleo als PMS, eigenständiger Buchhaltungs-Provider wie lexoffice/sevdesk/ QuickBooks), die außerhalb der Kontrolle von zimrly liegen.
(2) zimrly wird Wartungsarbeiten möglichst außerhalb üblicher Geschäftszeiten durchführen und dem Kunden im Voraus mitteilen, soweit eine Unterbrechung erwartbar ist.
§ 7 Datenschutz, Auftragsverarbeitung
(1) Soweit zimrly im Rahmen der Bereitstellung der Plattform personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO. Der AVV wird im Portal als Vorlage bereitgestellt; die Annahme ist im Portal sowie alternativ schriftlich möglich.
(2) Hinsichtlich der von zimrly als eigenständiger Verantwortlicher verarbeiteten Daten gilt die jeweils gültige Datenschutzerklärung.
§ 8 Vertragslaufzeit, Kündigung
(1) Der Nutzungsvertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Bei monatlicher Abrechnung kann er von beiden Parteien mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende gekündigt werden, frühestens jedoch zum Ende eines bereits abgerechneten Abrechnungsmonats. Bei jährlicher Vorauszahlung (§ 4 Abs. 2) endet die Mindestlaufzeit mit Ablauf des bezahlten Jahres-Zeitraums; eine ordentliche Kündigung wird zu diesem Zeitpunkt wirksam. Eine anteilige Rückerstattung bereits gezahlter Jahresentgelte ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
(2) Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für zimrly insbesondere bei wiederholtem Zahlungsverzug oder schwerwiegenden Vertragsverletzungen vor.
(3) Kündigungen bedürfen der Textform (E-Mail genügt). Eine Kündigung über das Portal („Account löschen") ist gleichgestellt.
(4) Nach Vertragsende werden personenbezogene Daten gemäß den im internen Lösch-Konzept und in der Datenschutzerklärung beschriebenen Fristen gelöscht oder anonymisiert.
§ 9 Haftung
(1) zimrly haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet zimrly nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten); in diesem Fall ist die Haftung der Höhe nach auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(2) Für Datenverlust haftet zimrly nur insoweit, als der Schaden auch bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden nicht vermeidbar gewesen wäre, soweit eine Datensicherung des Kunden zumutbar war.
(3) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht bei Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
§ 10 KI-gestützte Module, Pflichten des Kunden
(1) zimrly bietet optionale Module an, die auf generativer Künstlicher Intelligenz basieren (insbesondere das Modul „chatbot-mistral" zur automatisierten Beantwortung von Gast-E-Mails sowie die KI-gestützte Vorschlagsfunktion im Reviews- und OTA-Nachrichten- Hub). Diese Module sind standardmäßig deaktiviert und müssen vom Kunden ausdrücklich aktiviert und konfiguriert werden.
(2) Mit Aktivierung eines KI-gestützten Moduls verpflichtet sich der Kunde:
- in seiner eigenen Datenschutzerklärung den Einsatz KI-gestützter Kommunikation transparent darzustellen (insb. Zweck, Anbieter, Rechtsgrundlage, Speicherdauer); zimrly stellt hierzu eine Mustertext-Vorlage bereit;
- seine Gäste vor dem Auslösen der ersten KI-generierten Antwort gemäß Art. 13 DSGVO sowie Art. 50 EU-Verordnung 2024/1689 („AI Act") über die automatisierte Kommunikation zu informieren; bei aktivem Auto-Send-Modus erfüllt zimrly diese Hinweispflicht ergänzend durch einen festen Disclaimer im Mail-Body und einen Subject-Tag („[Automatische Antwort]" bzw. „[Automated Reply]"). Dieser Hinweis ist gesetzlich vorgeschrieben und kann vom Kunden nicht deaktiviert werden;
- sicherzustellen, dass für die Verarbeitung von Gast-Anfragen durch die KI eine Rechtsgrundlage besteht (Art. 6 Abs. 1 lit. b oder f DSGVO);
- den Bot nicht für Zwecke einzusetzen, die der AI Act als verboten (Art. 5) oder als High-Risk (Anhang III) klassifiziert (insb. keine Bonitätsbewertungen, keine Personalentscheidungen, keine biometrische Identifikation);
- die im Portal bereitgestellte Kosten- und Frequenzbegrenzung (Budget-Cap, Message-Cap, Loop-Guard) zu respektieren und Manipulationen oder Umgehungs-Versuche zu unterlassen.
(3) zimrly pflegt eine Liste der für die KI-Module eingesetzten Sub-Auftragsverarbeiter (insbesondere Mistral AI SAS, Paris) in Anlage 2 des Auftragsverarbeitungsvertrags. Änderungen an dieser Liste — namentlich die Aufnahme neuer Anbieter oder der Wechsel des KI-Foundation-Modell-Anbieters — werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Wirksamwerden per E-Mail an die hinterlegte Rechnungs- oder Datenschutz-Adresse mitgeteilt; innerhalb dieser Frist kann der Kunde der Änderung widersprechen. Im Falle eines Widerspruchs sind beide Parteien zur außerordentlichen Kündigung des betroffenen Moduls berechtigt.
(4) Eine vertiefende Dokumentation zu Risikoanalyse, Schutzmaßnahmen und Kompetenz- Nachweisen (Datenschutz-Folgenabschätzung, AI-Literacy-Memo) stellt zimrly auf Anfrage zur Verfügung.
§ 11 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für sämtliche Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag ist Neuwied, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzliche Regelung.
Stand: 23. Mai 2026