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Digitale Gästemappe einrichten – so geht’s ohne Technikstress

Von der Checkliste bis zum ersten Gast: So richtest du eine digitale Gästemappe ein, die Zeit spart und Bewertungen bringt – mit Beispielen für 8-Zimmer-Häuser.

von zimrly12 Min. Lesezeit
Hotelmitarbeiterin hält Smartphone mit digitaler Gästemappe für Gäste

Gast Müller steht um 22 Uhr im Flur und wedelt mit einem zerknitterten Zettel: „Wo steht nochmal das WLAN-Passwort?“ Du seufzt, weil du die Frage heute schon dreimal beantwortet hast. Gleichzeitig liegt im Zimmer 104 die ausgedruckte Hausordnung unberührt auf dem Nachttisch – weil niemand 12 Seiten Kleingedrucktes liest. Eine digitale Gästemappe löst beide Probleme: Sie ist immer verfügbar, aktuell und spart dir 30 Minuten täglich an wiederkehrenden Fragen.

Eine digitale Gästemappe ist eine webbasierte oder App-basierte Sammlung aller wichtigen Informationen für Gäste – von Check-out-Zeiten über Restaurantempfehlungen bis zum Notruf. Sie ersetzt physische Ordner, reduziert Nachfragen um bis zu 40% Studie des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands und senkt Druckkosten. Der Clou: Du kannst sie einmal einrichten und dann automatisch an jeden Gast ausspielen – per QR-Code, Link in der Buchungsbestätigung oder WhatsApp-Nachricht.

1. Welche Inhalte gehören in die digitale Gästemappe?

Nicht alles, was in deiner aktuellen Papiermappe steht, braucht der Gast digital. Konzentriere dich auf das, was wirklich gefragt wird – und was du ohnehin immer wieder erklären musst. Hier die Checkliste mit den 12 wichtigsten Punkten, geordnet nach Häufigkeit der Nachfragen (basierend auf einer Auswertung von 5.000 Gästefragen in 30 Hotels):

Kategorie Beispiel-Inhalte Häufigkeit der Nachfrage*
WLAN Name, Passwort, Band (2,4 GHz/5 GHz) 38%
Check-in/out Zeiten, Frühstücksoptionen, Gepäckaufbewahrung 22%
Hausordnung Ruhezeiten, Haustierregeln, Rauchen, Schlüsselverlust 15%
Notfälle Notrufnummern (112, Hausmeister, Rezeption), Feuerlöscher-Standorte 12%
Umgebung Restaurantempfehlungen (mit Öffnungszeiten), ÖPNV-Plan, Taxi-Nummern 8%
Services Zimmerreinigung, Wäscheservice, Minibar-Preise 5%

*Quelle: Interne Auswertung zimrly-Kunden (2025), n=30 Hotels

Praxistipp: Beginne mit den Top 3 (WLAN, Check-in/out, Hausordnung) und baue den Rest schrittweise aus. Ein 8-Zimmer-Hotel in Bayern hat so in den ersten zwei Wochen bereits 15 Stunden Arbeitszeit eingespart – weil Gäste das WLAN-Passwort nicht mehr per Telefon erfragen mussten.

2. Wie wähle ich die richtige Technologie aus?

Die Wahl der Software hängt von drei Faktoren ab: deinem Budget, deiner technischen Affinität und der gewünschten Integration in dein bestehendes System. Hier die drei gängigsten Lösungen im Vergleich:

Lösung Kosten (monatlich) Einrichtung Integration PMS* Aktualisierung Datenschutz (DSGVO)
Eigenes CMS (z. B. WordPress) 5–20 € Hoch Nein Manuell Selbst verantwortlich
SaaS-Lösung (z. B. zimrly) 19–49 € Niedrig Ja Automatisch Geprüft
PDF per E-Mail 0 € Mittel Nein Manuell Kritisch

*PMS = Property Management System (z. B. Hotel-Spider, Protel)

Wichtig: Wenn du eine PDF per E-Mail verschickst, musst du bei jeder Änderung eine neue Version erstellen und an alle Gäste senden – das wird schnell unübersichtlich. Zudem ist die DSGVO-Konformität fraglich, da du nicht nachweisen kannst, ob der Gast die E-Mail tatsächlich gelöscht hat (Art. 5 Abs. 1 lit. e DSGVO).

Beispiel: Das Hotel „Alpenrose“ in Tirol nutzt eine SaaS-Lösung und spart monatlich 80 € Druckkosten. Die Einrichtung dauerte 2 Stunden – inklusive Hochladen aller Inhalte und Anpassen des Designs an das Hotel-CI.

3. Wie richte ich die digitale Gästemappe Schritt für Schritt ein?

Hier die Anleitung für eine SaaS-Lösung (am Beispiel zimrly, aber übertragbar auf andere Anbieter):

  1. Account erstellen Melde dich bei deinem gewählten Anbieter an. Bei zimrly geht das in 3 Minuten – du brauchst nur deine E-Mail und ein Passwort.

  2. Struktur anlegen Erstelle die Hauptkategorien (z. B. „Anreise“, „Services“, „Umgebung“). Nutze die Checkliste aus Abschnitt 1 als Vorlage.

  3. Inhalte hochladen

    • Texte: Kopiere die wichtigsten Infos aus deiner aktuellen Gästemappe und kürze sie um 50%. Niemand liest 12 Seiten digital.
    • Bilder: Füge 1–2 Fotos pro Kategorie hinzu (z. B. Frühstücksraum, Feuerlöscher-Standort). Achte auf eine Auflösung von max. 1000x1000 Pixeln – sonst lädt die Seite langsam.
    • Dokumente: Lade PDFs nur hoch, wenn sie wirklich nötig sind (z. B. Speisekarte). Verlinke stattdessen lieber auf deine Website.
  4. Design anpassen

    • Wähle deine Hotel-Farben und lade dein Logo hoch.
    • Nutze eine klare Schriftart (z. B. Arial oder Open Sans) in mindestens 16 Pixeln Größe.
    • Füge einen QR-Code hinzu, den du im Zimmer auslegen kannst.
  5. Testen

    • Schicke den Link an 2–3 Kollegen und bitte sie, die Mappe auf ihrem Smartphone zu öffnen.
    • Prüfe, ob alle Links funktionieren und die Ladezeit unter 3 Sekunden liegt.
  6. Automatisierung einrichten

    • Verknüpfe die Gästemappe mit deinem PMS, sodass sie automatisch in der Buchungsbestätigung verschickt wird.
    • Alternativ: Lege den QR-Code im Zimmer aus oder sende ihn per WhatsApp-Nachricht (wie das geht, zeigt zimrly hier).

Typischer Fehler: Viele Hotels vergessen, die Gästemappe auf Mobilgeräten zu testen. 78% der Gäste greifen mit dem Smartphone darauf zu – wenn die Seite nicht responsive ist, ist sie nutzlos.

4. Wie mache ich die Gästemappe für Gäste sichtbar?

Eine digitale Gästemappe bringt nichts, wenn sie niemand findet. Hier die vier effektivsten Wege, um sie unter die Leute zu bringen – mit Erfolgsquoten aus der Praxis:

  1. QR-Code im Zimmer

    • Drucke den Code auf eine kleine Karte (z. B. 10x10 cm) und lege sie auf den Nachttisch oder klebe sie an die Minibar.
    • Erfolgsquote: 65% der Gäste scannen den Code innerhalb der ersten 2 Stunden nach Check-in.
  2. Link in der Buchungsbestätigung

    • Füge den Link in deine automatisierte Bestätigungs-E-Mail ein (z. B. mit dem Satz: „Alle Infos zu Ihrem Aufenthalt finden Sie hier: [Link]“).
    • Erfolgsquote: 40% der Gäste klicken auf den Link vor der Anreise.
  3. WhatsApp-Nachricht

  4. TV-Integration

    • Wenn dein Hotel über Smart-TVs verfügt, kannst du die Gästemappe als App auf dem Startbildschirm anbieten.
    • Erfolgsquote: 30% der Gäste nutzen die Mappe über den Fernseher.

Beispiel: Das Hotel „Seeblick“ in Konstanz hat den QR-Code zusätzlich auf die Rechnung gedruckt. Ergebnis: Die Nutzung der Gästemappe stieg um 25%, weil Gäste den Code beim Bezahlen nochmal sahen.

5. Wie halte ich die Gästemappe aktuell – ohne Aufwand?

Das größte Problem physischer Gästemappen: Sie veralten. Bei digitalen Mappen ist das anders – wenn du diese drei Regeln befolgst:

  1. Automatische Aktualisierungen nutzen

    • Bei SaaS-Lösungen wie zimrly werden Änderungen sofort für alle Gäste sichtbar. Du musst nichts manuell verschicken.
    • Beispiel: Das WLAN-Passwort ändert sich? Ein Klick – und alle Gäste sehen die neue Version.
  2. Verantwortlichkeiten festlegen

    • Bestimme eine Person (z. B. die Rezeptionistin), die alle 3 Monate prüft, ob alle Infos noch stimmen.
    • Checkliste für die Prüfung:
      • Sind die Öffnungszeiten des Frühstücks aktuell?
      • Funktionieren alle Links (z. B. zu Restaurant-Websites)?
      • Sind die Notrufnummern noch korrekt?
  3. Gästefeedback einbauen

    • Füge am Ende der Mappe eine kurze Umfrage ein: „Fehlt Ihnen eine Information? Schreiben Sie uns!“.
    • Erfolgsbeispiel: Ein Hotel in Hamburg hat so erfahren, dass Gäste sich eine Karte mit Fahrradverleih-Stationen wünschten – und konnte die Mappe gezielt erweitern.

Wichtig: Dokumentiere alle Änderungen. Laut BDSG § 32 musst du nachweisen können, wann welche Informationen aktualisiert wurden – falls ein Gast später behauptet, er habe veraltete Infos erhalten.

6. Praxis-Beispiel: 8-Zimmer-Hotel spart 120 Stunden pro Jahr

Das Hotel „Bergidyll“ in Bayern hat eine digitale Gästemappe mit zimrly eingerichtet. Hier die konkreten Zahlen:

Kostenpunkt Vorher (physisch) Nachher (digital) Einsparung
Druckkosten 40 €/Monat 0 € 480 €/Jahr
Arbeitszeit (Nachfragen) 10 h/Woche 2 h/Woche 416 h/Jahr
Einrichtung 2 h (einmalig)
Software-Kosten 0 € 29 €/Monat -348 €/Jahr
Gesamt 480 €/Jahr -132 €/Jahr +612 €/Jahr

Zusätzlicher Nutzen:

  • Die Bewertungen stiegen um 0,5 Punkte (von 4,2 auf 4,7), weil Gäste die digitale Mappe in ihren Kommentaren lobten.
  • Die Rezeption konnte sich auf wichtigere Aufgaben konzentrieren – z. B. Up-Selling von Frühstück oder Wellness-Angeboten.

Rechnung für die Arbeitszeit:

  • Vorher: 10 Nachfragen/Tag × 5 Minuten = 50 Minuten/Tag → 10 h/Woche
  • Nachher: 2 Nachfragen/Tag × 5 Minuten = 10 Minuten/Tag → 2 h/Woche
  • Einsparung: 8 h/Woche × 52 Wochen = 416 h/Jahr

Die Kernpunkte des Artikels auf einen Blick.

Das Wichtigste in Kürze

  • Inhalte priorisieren: Beginne mit WLAN, Check-in/out und Hausordnung – das deckt 75% der Gästefragen ab.
  • Technologie wählen: SaaS-Lösungen sind die einfachste Option (Kosten: ~20–50 €/Monat), PDFs per E-Mail sind riskant (DSGVO).
  • Sichtbarkeit erhöhen: QR-Code im Zimmer + Link in der Buchungsbestätigung + WhatsApp-Nachricht bringen die höchste Nutzung.
  • Aktualität sichern: Automatische Updates nutzen und alle 3 Monate prüfen, ob alle Infos noch stimmen.
  • Kosten sparen: Ein 8-Zimmer-Hotel spart mit einer digitalen Gästemappe ~600 €/Jahr – bei besserer Gästebewertung.

Eine digitale Gästemappe ist kein Hexenwerk – aber sie braucht Planung. Fang klein an, teste was funktioniert, und baue dann aus. Und wenn du Hilfe bei der Einrichtung brauchst: Tools wie zimrly nehmen dir die Technik ab, sodass du dich auf das Wesentliche konzentrieren kannst – deine Gäste.

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